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Sommerfest 2019 der Johannisloge Nordstern am 3. August 2019
„Jesus-Boot" und Bibelzentrum Schleswig


Sommerpause – Zeit für einen gemeinsamen Ausflug
Die Sommerpause ist recht lang, die „Logen-freie Zeit" dauert mehr als 2 Monate. Während dieser Zeit sehen sich einige Brüder der JL Nordstern nur im privaten Kreis. Es lag daher nahe, die Logen-freie Zeit etwas zu verkürzen und sich in einer größeren Runde zu treffen. Und auch gern gemeinsam zu feiern.
Eine Gruppe von 12 Brüdern und Schwestern traf sich am Samstag 3. August 2019 nachmittags am Bibelzentrum in Schleswig. Das Bibelzentrum ist im ehemaligen Pastorat des St. Johannisklosters in Schleswig eingerichtet. Es hat sich zur Aufgabe gemacht, allen wissbegierigen Menschen die Bibel näher zu bringen - egal, ob Kind im Kindergartenalter, Schulklassen oder Konfirmandengruppen oder Erwachsenen. Träger des Bibelzentrums Schleswig ist die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland.
Bei bestem Sonnenschein und warmem Augustwetter versammelten wir uns auf den Stufen vor dem Bibelzentrum. Dort empfing uns Pastor Michael Bruhn, der uns den gesamten Nachmittag betreute, mit seiner neuen Kollegin Frau Junga. Die Wartezeit, bis alle mit ihren Fahrgemeinschaften eingetroffen waren, nutzten wir für die gegenseitige Vorstellung. Für uns Brüder der Johannisloge Nordstern war interessant, uns etwas über den Tagesablauf zu informieren. Für Pastor Bruhn war interessant, im ehemaligen St. Johanniskloster ein wenig über Ziele der Freimaurerei zu erfahren.

Fahrt auf der Schlei
Das Sommerfest begann mit einer Fahrt mit dem „Jesus-Boot" auf der Schlei. Bevor wir gemeinsam zum Stadthafen wanderten, empfingen alle eine Rettungsweste und eine kurze Sicherheitseinweisung durch „Käpt’n Bruhn". Auf dem Weg zum Hafen informierte Pastor Bruhn uns auf dem Holm über die Geschichte, Menschen und Leben „auf dem Holm". Dann zum Stadthafen. Das „Jesus-Boot" lag am Steg. Ein ungefähr 10 Meter langes und 2 Meter breites Holzboot mit Mast, sauber gezimmert mit geölten Planken und einigen Sitzbänken. Riemen lagen am Rand, um das Boot ggf. auch rudern zu können. Für den Vortrieb sorgen - wie schon zu Jesu‘ Zeiten auf dem See Genezareth - ein großes Rahsegel sowie  eine neue Zutat - ein kleiner Dieselmotor mit Schraube.
Die Gruppe bestieg das Jesus-Boot unter Anleitung und Pastor Bruhns Handreichung. „Ihr dürft euch überall hin- und draufsetzen", war die kurze Einweisung, bevor wir ablegten und mit Motorkraft ein wenig auf die Schlei hinausfuhren. Schwacher Wind aus West - ideal für unsere Fahrt Richtung Stexwig. Der längs im Boot liegende Rahbaum mit dem daran aufgerollten Segel wurde gemeinsam gelöst. Käpt’n Bruhn zog die Rahe in die Höhe, und dabei wurde sie quer zum Boot geschwenkt. Das Segel blähte sich, und zwei Mitsegler ergriffen je ein in den unteren Segelecken befestigtes Tau, mit dem sie das Segel strafften. 3 Windstärken von achtern, ein pralles Segel, das Boot nahm Fahrt auf. An der Pinne stand unser in jahrelanger Seefahrt erfahrener Bruder. Käpt’n Bruhn gab Kurs- und Segelanweisungen, unter denen wir langsam Richtung Kleine Breite und Stexwiger Enge segelten.

Das „Jesus-Boot", eine kurze Geschichte
Hier, in der Stille auf der Schlei, war die Zeit für Erklärungen und Geschichten. Pastor Bruhn erzählte, und aus der Gruppe kamen viele Nachfragen, so dass die Fahrt recht kurzweilig - und sehr lehrreich wurde. Zuerst die Geschichte zum „Jesus-Boot". Es handelt sich um einen Nachbau eines Bootstyps, der zur Zeitenwende in ähnlicher Form auf dem See Genezareth in Israel gefahren ist.
Holzreste eines Wracks wurden in den 1980er Jahren bei einer Extrem-Niedrigwasserlage im See Genezareth entdeckt. Sie wurden vor dem Rückfluten des Wassers umgehend fachkundig geborgen und konserviert. Der Fund wurde mit Mosaiken und anderen Bootsdarstelllungen abgeglichen, die in Hausruinen in Seenähe entdeckt und freigelegt worden waren. Aus den verschiedenen Indizien konnten Archäologen ein seegängiges Boot rekonstruieren. Zur Zeitenwende gab es rund 200 dieser Fischer- und Transportboote auf dem See Genezareth. Tagsüber dienten sie zum Transport, mit ihnen wurden sowohl Lasten als auch Menschen und (römische) Soldaten über den See gesetzt. In den Abend- und Nachtstunden dienten die gleichen Boote zum Fischen.
Eine Initiative hat nach den rekonstruierten Bauplänen ein solches Boot hier an der Schlei nachgebaut und seegängig gemacht. Experimentelle Archäologie - und wir konnten nun die Früchte ernten!
Der Bootstyp konnte ca. 2 Tonnen Nutzlast oder bis zu 30 Personen transportieren. Das Boot hatte mittig ein Rahsegel sowie mehrere Riemen, mit denen es gerudert werden konnte. Ein „Kreuzen", wie es moderne Segelboote zulassen, war mit diesem Bootstyp nur sehr eingeschränkt möglich. Das Boot hatte einen flachen Boden, damit es abends auf Land gezogen werden konnte. Aber keinen Kiel. Damit es segeln konnte, ohne umzukippen, waren auf dem Boden unterhalb des Decks 2 Tonnen Ballaststeine eingelegt. Sie waren lose auf dem Boden geschüttet. Pastor Bruhn informierte, dass auch die Wikinger mit ihren flachen Segelbooten das gleiche Trimm-Verfahren verwendeten. Wenn Fracht transportiert wurde, wurde Ballast entladen; entlang der Schlei sind an mehreren Landungsstellen Ballaststeinhaufen entdeckt worden. Das Boot war ohne Metallnägel nur aus Holz gezimmert.

Jesus und das Jesus-Boot – Fakten zur „Stillung des Sturms"
Während unserer Fahrt unter Segeln erklärte Pastor Bruhn auch einige Geschichten aus dem Neuen Testament, die mit den Booten zu tun hatten. Jesus fuhr mehrmals mit seinen Jüngern, mehrere waren Fischer, über den See Genezareth. Im Neuen Testament wird in Mt 8/18-22 oder Lk 8/22-25 von einer Überfahrt berichtet, in der das Boot mit Jesus und seinen Jüngern in Seenot geriet, bis Jesus den Sturm besänftigte. An dieser Stelle erfolgt keine Auslegung der Bibel, aber eine Erklärung der Situation und der Umstände. Der See Genezareth liegt inmitten umgebender Berge unterhalb des Meeresspiegels. Am Nachmittag ändert sich die Thermik, und von einem Berghang her treffen starke Fallwinde auf den See, welche neben Sturm das Wasser aufpeitschen. Es entstehen hohe Wellen. Sobald solche Wellen das Boot längsseits treffen, versetzen sie es in eine starke Schaukelbewegung, durch die die lose auf dem Boden liegenden Ballaststeine auf eine Seite rollen und das Boot zum Kentern bringen können. Es galt also, das Boot auf Kurs zu halten, mit dem Bug in die Wellen. Dadurch kann weniger Wasser ins Boot schlagen, und der Ballast kann nicht verrutschen. Mag der sturm gestillt worden oder nur das Boot in eine ruhige Position gebracht worden sein – wir wissen es nicht …

Unter Motor zurück zur Kaffeetafel im Bibelzentrum
Kurz vor Erreichen der Stexwiger Enge ließ Käpt’n Bruhn die Rahe herunter, wir schwenkten sie in Längsrichtung auf die Bänke und rafften das Segel. Den Rückweg traten wir pragmatisch an, indem nicht die Riemen ausgelegt wurden und 4 Mann zurückrudern mussten, sondern der Dieselmotor uns Vortrieb für den Rückweg gab. Nach dem Anlegen am Steg begaben wir uns auf den Rückweg zum Bibelzentrum.
Trotz sonnigen Wetters entschieden wir uns für eine Kaffeetafel im Versammlungsraum. Mitgebrachter Kuchen, frischer Kaffee aus der Küche und eine angenehme Atmosphäre bescherten uns einen zufriedenen Ausklang unserer Fahrt mit dem Jesus-Boot.

Bibelzentrum Schleswig – Inspiration für Klein und Groß
Eine Führung durch das Bibelzentrum ist ein Erlebnis. Im Bibelzentrum sind viele Geschichten um die Bibel herum, zur Bibel selbst, zum Ursprung der Bibel(n), zur Herstellung einer Bibel oder zur Bibel in heutiger Zeit zu erleben.
Im Nomadenzelt (oder für uns Erwachsene auf Stühlen davor) versetzten wir uns in eine Zeit weit vor der Zeitenwende im Orient. Nach Einbruch der Dämmerung sitzen Menschen unter dem Sternenhimmel oder im Zelt, und sie erzählen sich Geschichten. Die Geschichten werden weitergetragen und an zukünftige Generationen mündlich weitergegeben. Pastor Bruhn erklärt, dass heute nachvollziehbar ist, dass viele biblische Geschichten auf historische oder naturwissenschaftliche Fakten zurückgeführt werden können. Geschichten wurden ausgeschmückt, im Kern blieben sie erhalten, bis sie aufgeschrieben wurden. Das geschah zunächst auf Häuten oder Papyrus als erste Schriftträger. Deren Herstellung und Verwendung erläuterte er fachkundig.
Im Raum mit dem Nomadenzelt sind auch Nachbildungen von Schriftrollen und Tonkrügen ausgestellt, wie sie beispielsweise in Qumran am Toten Meer entdeckt wurden. Oder eine 400 Jahre alte Bibel mit Buchklammern.
In einem weiteren Raum ist ein Scriptorium eines Klosters nachgebildet. Hier können Kinder (gern auch in historischen Gewändern) und Erwachsene mit Federkiel und Tinte Abschriften biblischer Texte anfertigen. Daneben sind in Vitrinen verschiedene Bibeln aus unterschiedlichen Epochen ausgestellt.
Und zurück im Eingangsraum kommen wir zur Druckerpresse. Sie ist einer Gutenbergschen Presse nachgebaut. Nach einer kurzen Einweisung werden aus unserer Gruppe zwei Drucker ausgewählt, die den Druck vorbereiten und auch ein Blatt in historischen Weise bedrucken. Pastor Bruhn erläutert die Arbeit der Bleigießer für die Lettern, das Setzen und die Druckvorbereitung. Neu war für uns, dass ein Druckstock nur 50mal verwendet werden konnte; danach waren die Lettern abgenutzt und mussten durch einen neuen Druckstock ersetzt werden. Das Drucken einer Bibel erforderte neben der Fachkenntnis der Drucker auch viel Material – und dauerte sehr lang. Dementsprechend teuer waren Bibeln auch; nur Wohlhabende konnten sich den Erwerb einer Bibel leisten – und das auch nur nach längerem Ansparen.


Buchtipp:

Freimaurer in 60 Minuten
(Die Welt in 60 Minuten, Band 9)
gebunden 8,00 Euro

Dieses Buch hat mir einen fundierten Einblick gegeben
in die Welt der Freimaurer.
Es liest sich kurzweilig und detailliert.
Immer wieder kann man später nachschlagen,
wenn sich eine Frage ergibt.
Es war für mich eine gute Ergänzung zu den
Interessiertenabenden in der Freimaurer-Loge.
Viel spannendes Wisssen für wenig Geld!

R.Storm


150 Jahre Loge Nordstern

Jetzt ist es geschafft: die große Feier ist gelaufen. Die Brudergemeinschaft hat in konzentrierter Art und Weise die komplexe Organisation dieses Festes gemeistert. Über 100 Gäste aus den Freimaurer- und den Druidenlogen folgten der Einladung zu einem Empfang, den die Stadt Rendsburg zu unserem Jubiläum zelebrierte  Frau Wiemer-Hinz und Bürgermeister Gilgenast begrüssten die Gäste aufs herzlichste. Der Bürgermeister stellte in seinem Vortrag die gute Zusammenarbeit und Verbundenheit mit unserer Loge Nordstern heraus. Wir nahmen die Einladung, uns in das goldene Buch der Stadt einzutragen, mit Freuden an.

Es folgte im Conventgarten eine rituelle Arbeit, die, wegen der großen Anzahl der teilnehmenden Brüder, nicht im Logenhaus stattfinden konnte. Hierzu musste der Festsaal des Conventgarten durch ein Ritual "geweiht" werden - eine Arbeit die auch für uns nicht alltäglich ist.  Die Freimaurer, die aus der gesamten BRD und aus Dänemark und Norwegen angereist waren, wurde trotzdem eine perfekte Tempelarbeit und  die dazu gehörige Tafelloge geboten.
In der Zwischenzeit führte die Rendsburger Stutentrine unsere "Schwestern", wie die Frauen der Brüder genannt werden, zu den zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Da wir in Schleswig-Holstein die älteste Loge sind, haben wir den Vorteil, keinem "Vorreiter" nacheifern zu müssen. Da die Brüder aus Rendsburg aber mit allen Kräften an dem Erfolg der Veranstaltung gearbeitet haben, können wir auf ein gelungenes Fest zurück blicken. Es waren nur positive Meinungen zu hören - etwas, was man selten erlebt, wenn mehr als 10 Menschen versammelt sind. Wir freuen uns auf das nächste Fest.

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Höhepunkte 2015


Als herausragende Veranstaltung ist unser 150 Stiftungsfest - also unser 150er Geburtstag am 7.3. zu nennen.

Hierzu laufen die Vorbereitungen schon seit dem Sommer diesen Jahres. So eine besondere Veranstaltung muss von langer Hand geplant und organisiert ein. Es wird einen Empfang im alten Rathaus geben, zu dem Gäste aus der Wirtschaft, Politik und der nationalen und internationalen Freimaurerei erwartet werden. Die am frühen Nachmittag beginnende Festarbeit kann ebenso nur von Freimaurern besucht werden wie die anschließende Tafelloge.

Wir sind überzeugt, dass der immense Organisationsaufwand sich durch eine unvergessliche Veranstaltung auszahlen wird. Wir freuen uns dieses Ereignis, das in der Form erst in 50 Jahren wiederholt werden kann.

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Gesprächsabend für Interessierte


Einen Themenabend für Interessierte und Neugierige haben wir am 06.05.2014 in unserem Logenhaus ausgerichtet.
Bei einem gemütlichen Glas Wein oder Bier haben wir interessante Aspekte über freimaurerische und profane Themen diskutiert. Jeder ging - angeregt durch die Gespräche - mit neuen Denkansetzen nach Hause.
Solche Abende sind ein Gewinn für jeden - öffnen sich doch neue Perspektiven. Auf jeden Fall lernt man interessante Menschen kennen.

Am 13.05.2014 nehmen wir unser jüngstes Mitglied auf in unsere weltumspannende Bruderkette. Auch er lernte uns vor geraumer Zeit durch solche Gästeabende kennen.

Wenn auch Sie mal reinschnuppern möchten, zu den öffentlichen Terminen freuen wir uns über jeden Besucher. Einfach mal klingeln oder vorher anrufen - wir helfen auch über evtl. hindernde Schwellenangst.

Winfred Piezonka 04331 / 34 08 90

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Mitgliederzuwachs Herbst / Winter 2014


Inzwischen haben wir mehrere neue Brüder aufnehmen können - weitere Interessenten sind in der Warteschleife. In unserer nächsten Arbeit stimmen wir per "Kugelung" ab, ob wir im Januar den Suchenden aufnehmen, der als nächster Bewerber an der Reihe ist.  Um Missverständnissen vorzubeugen: eine Kugelung hat nichts mit Bowling oder Kegeln zu tun. Es ist ein rituelles Verfahren seine Zustimmung oder Ablehnung zu einer Aufnahme anonym kund zu geben.

Der Erfolg, den unsere Gesprächsabende für Interesssierte haben, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir werden diesen weiter beschreiten.
wp

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